Spielberichte Alles rund um die Spiele unserer Mannschaften
  Auswärtsspiel am: SA, 21.12.19 - 15:00
St. Pauli 24:28 1. Damen
(Halbzeitstand: 9:16)
Die kleine Prinzessin & der Weihnachtszauber auf St. Pauli
Es war einmal vor noch gar nicht allzu langer Zeit
eine kleine, tapfere Prinzessin von einem bergigen Land,
die war überall bekannt.
Bekannt für ihren grandiosen Umgang mit Bällen.
So konnte sie werfen, fangen und auch prellen!
Gegen ihre Gegner warf sie eine hohe Anzahl von Toren,
so hatten einige schon gegen sie verloren.
Aber immer nur in den heimischen Gefilden.
Dort wo Berge ihre Heimat bilden.
So bald sie die Grenzen von ihrem Reich überschritt,
reiste auch sogleich ein Fluch mit ihr mit.
Der Fluch war so schrecklich wie grausam,
weil er der Prinzessin ihre Fähigkeiten nahm.
So sah sie statt Bällen nur noch Sterne,
wenn sie versuchte Handball zu spielen in der Ferne.
Sobald ein auswärtiges Spiel anstand,
sie es sofort mit Angst und Frust verband.
Und so war es um Weihnachten mal wieder so weit:
Nein, es hatte natürlich nicht geschneit....
Dafür schlug es 13 auf der Uhr,
als die kleine Prinzessin zum Auswärtsspiel nach St. Pauli fuhr.
Auf dem Weg traf sie ein heller Schein.
Konnte das vielleicht der heilige Weihnachtsengel sein?
Er winkte die kleine Prinzessin zu sich heran
und sprach sie gleich darauf auch an:
„Fürchte dich nicht!
Du siehst an meinem hellen Licht:
Ich bin einer von den Guten.
So musst du dich auch nicht sputen!
Du begangst keine Sünden.
Und so kann ich dir jetzt die frohe Botschaft verkünden:
Du sollst zur Buda-Hölle fahren,
doch werde ich dich dort vorm Fegefeuer bewahren.
Nicht die Paulianer, sondern du sollst heute Feuer und Flamme sein
und du selbst sollst werden zum hellen Schein!
Um den grausamen Fluch musst du dich nicht scheren,
so wird es die wundervolle Weihnachtszeit für dich klären!“
Verwirrt über das gerade Geschehene fuhr die kleine Prinzessin zum Spiel.
Sie war bescheiden und brauchte nicht viel.
So verzichtete sie auf ihren Spaziergang
und sie stattdessen nur ein paar Weihnachtslieder sang.
Auswärts. Also mit Backe.
Ach, du Kack-...
Sie nahm ein wenig von dem klebrigen Zeug an ihre Hand
und schmiss den ersten Ball nicht ins Tor, sondern voll gegen die Wand.
Backe.
Ach, du Kack-...
Doch da erschien der Weihnachtsengel wieder und sprach: „Lass dich einen Moment nieder.
Und höre: Mal' nicht alles schwarz
und ignorier einfach mal das klebrige Harz.
Die Defensive ist dein Fundament,
wo dich jeder kennt.
Deine Abwehr stets zusammen hielt.
Und Abwehr wird nicht mit Backe gespielt.
Egal ob mit oder ohne...
Auch im Angriff juckt dich das heut' nicht die Bohne!
Positiv bleiben und nicht ins Negative verfallen
und schon wirst du nachher die Siegesfäuste ballen.
Bleib' einfach ganz bei dir
und so wirst du nachher gewinnen hier.“

Die kleine Prizessin tat, wie ihr wurde befohlen.
Schließlich wollte sie sich die zwei wichtigen Punkte holen!
Als der Pfiff ertönte,
die kleine Prinzessin innerlich aufstöhnte...
Daraufhin ging das Spiel los.
Und was soll man sagen? Der Beginn war famos!
Nach zehn Minuten lag sie mit 6:1 vorn.
Der Fluch schien verlor'n!
Doch wollte sie nicht voreilig Schlüsse ziehen,
denn vielleicht hatte der Weihnachtszauber ihr nur kurzzeitig die Kräfte verliehen...
Drum setzte sie es weiter fort.
Obendrein hielt auch der Weihnachstzauber sein Wort.
So kam ein Zwischenstand von 11:4 zustande
und zwar in der 17. Minute – Das nur mal so am Rande...
Doch dann schien St. Pauli beim 12:6 kurzzeitig auf einer Erfolgswelle zu reiten
und auf der anderen Seite der kleinen Prinzessin der Spielfluss zu entgleiten.
Doch dann sah eine Paulianerin rot
und die kleine Prinzessin befreite sich von ihrer kurzen Not.
So konnte sie sich zwischenzeitlich einen 10-Tore-Vorsprung (16:6/27.) erspielen.
Die Treffer nur noch für sie fielen.
Der Weihnachtszauber in seiner stärksten Kraft!
Es war einfach fabelhaft!
Mit einem 16:9 ging es dann in die Halbzeitpause.

Der Zauber wirkte und wirkte! Die kleine Prinzessin fühlte sich wie zuhause!
Im zweiten Durchgang dauerte es einige Zeit, bis die Tore wieder fielen.
So war es schon in einigen Spielen...
Und ganz so flüssig wie in der ersten Hälfte lief es bei der kleinen Prinzessin auch nicht mehr.
Das Torewerfen fiel ihr schwer.
Nach zehn Minuten stand es 19:13.
So richtig konnte St. Pauli das Spiel aber auch nicht dreh' n.
Zwar holten sie langsam auf,
doch hatte die kleine Prinzessin immer eine passende Antwort darauf.
Nur als St. Pauli begann offensiv zu decken,
führte dies zu einem Schrecken!
Nachdem anfänglich Tore eine rare Ware zu sein schienen (20:14/45.),
fielen sie in der Endphase beachtlich schnelle,
die kleine Prinzessin kam nicht so recht von der Stelle (24:18/52.) ...Besonders kam jetzt ihr Gegner in Tritt (26:23/58.).
Für die kleine Prinzessin wurde das zum Ende hin ein heißer Ritt!
Letztendlich war der einstige 10-Tore-Vorsprung zu Genüge breit
und die kleine Prinzessin brachte den Sieg über die Zeit.
Als endlich der Abpfiff erklang,
die kleine Prinzessin vor Freude in die Lüfte sprang!
Da tauchte erneut der Weihnachtsengel auf
und winkte sie ein letztes Mal hinauf:
„Stimmt' s? Der Weihnachstzauber dir eine echte Hilfe war...?
Doch am Ende kamst du ohne klar.
Der Zauber zeigte dir die richtige Weise,
daraufhin verschwand er leise.
Das ganze Spiel hast du allein bestritten
und kein einziges Mal hast du dabei gelitten.
Der Unterschied zwischen auswärts und heim
geht dir fortan nicht mehr auf den Leim.
Denn Weihnachtenszauber hin oder her.
Auswärtsspiele fallen dir nun nicht mehr schwer!“
Der Weihnachtsengel verschwand
und die kleine Prinzessin winkte ihm nach mit zittriger Hand.
So konnte sie mit 28:24 nicht nur St. Pauli, sondern auch den Auswärtsfluch besiegen
und konnte die zwei Punkte als Weihnachtsgeschenk kriegen.
Als sie die Siegesfäuste ballte,
ein letztes Mal in ihrem Kopf die Stimme vom Weihnachstengel hallte...
Und sie nun endlich vernahm,
was sie alles geschenkt bekam:
Den Sieg und die Punkte, aber vor alledem auch so viel Freude.
Denn alles wäre nur halb so schön ohne die Anwesenheit der richtigen Leute.
Und so feierte die kleine Prinzessin noch am gleichen Abend ein großes Fest.
Statt Reeperbahn, dann doch lieber im heimischen Nest.
Und genau dort, nämlich in ihrem von Bergen durchzogenen Land
sie spät am Abend in einer Traube ihrer Freunde stand.
Und sie rief mit einem Glas in ihrer Hand:
„Auswärtssieg! Ja, ist es denn zu fassen?!
Und darauf erstmal hoch die Tassen!“

Und wenn die kleine Prinzessin nicht gestorben ist,
dann lebt sie auch noch heute...

Das innere Team der kleinen SG-Prinzessin: Jessica Meyns, Julia Fürll, Vanessa Peters, Tamara
Michaelis, Louisa Nigbur, Kim Andersson, Kim Kretschel, Sophia Nigbur, Katja Hauschildt,
Clementine Stoll, Inke Steffen, Sophia.Maria Kohn, Svenja Rüffer, Maren Bostel

 
von: Sophia Kohn

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