Spielberichte Alles rund um die Spiele unserer Mannschaften
  Heimspiel am: SO, 01.12.19 - 14:00
1. Damen 22:22 SV Preußen Reinfeld
(Halbzeitstand: 13:11)
Get'cha head in the game!
Bergedorf. Sonntag, der 01.12.2019.
Jap, nicht nur der erste Tag im Monat Dezember, sondern auch gleichzeitig der erste Advent – ein herrliches Gefühl! #Monk

Durch dichte Nebelschwaden und schleichende Autos erkämpften wir uns den Weg zur Halle. Doch dies war nicht das eigentliche Ziel an diesem Tage, sondern vielmehr der Sieg und somit die zwei Punkte gegen Reinfeld!
Die Mannschaft vom SV Preußen Reinfeld zählte – zumindest letzte Saison – zu einem unserer „Lieblingsgegner“. So war es uns gegen kein anderes Team in der vergangenen Saison gelungen, alle vier Punkte aus beiden Spielen mitzunehmen (Also auch die Auswärtspunkte!).
Theoretisch standen alle Zeichen auf einen positiven Spielausgang aus Bergedorfer Sicht: Positive Erinnerungen an vergangene Aufeinandertreffen, Heimvorteil und der erste Dezember ist auch noch der erste Advent – Was will man mehr? Ganz einfach: Das die Theorie auch deckungsgleich mit der Praxis ist.
Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Und so sah der Spielbeginn noch ganz gut aus. Wir starteten mit Ballbesitz und münzten diesen direkt in eine Zwei-Tore-Führung um. Auch nachdem Preußen den Anschlusstreffer zum 2:1 (3. Minute) machte und wir eine Zeitstrafe gegen uns bekamen, ließen wir uns nicht aus der Ruhe bringen und verwalteten die Führung (6:5) bis zur 13. Minute.
Nach einer Auszeit von Gunnar, der die richtigen Worte fand, konnten wir eben diesen Vorsprung auf ein 12:8 (25. Minute) noch weiterausbauen. Allerdings ließen wir Reinfeld bis zur Halbzeitpause auf ein 13:11 wieder herankommen.

Spannung im Spielverlauf ist uns eben wichtig!

Nach Wiederanpfiff zogen wir das Tempo an und konnten in der 43. Minute sogar einen sechs-ToreAbstand herstellen. In dieser Phase des Spiels waren wir die klar dominierende Mannschaft und hatten mehrfach die Gelegenheit den Vorsprung noch weiterauszubauen.
Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Und Theorie ist nicht gleich Praxis.
Und wenn man die Tore vorne nicht macht, dann kriegt man sie wo? Genau hinten... Alte Fußballerweisheit, die leider auch beim Handball greift.
Aber woran hat es gelegen? Am Ende fragt man sich doch immer, woran hat es gelegen...
Woran hat es gelegen, dass sich Reinfeld nicht nur so herankämpft, dass wir nicht nur um den Sieg, sondern auch noch um das Unentschieden bangen mussten?
Preußen hat umgestellt und offensiv gedeckt. Die Meinung einer ehemaligen Kollegin (Handballrentnerin).
Die Abstimmung hat gefehlt. Die Missverständnisse haben sich gehäuft. Die Stimmung ist gekippt. Meinungen aus dem Fachpublikum.
Am Ende hat die Kraft einfach nicht mehr ausgereicht. Die Meinung von einigen Internen.
Aber ganz egal, was es am Ende auch war, es hätte eine Lösung gegeben:

Eine ganz kurze Spielunterbrechung. Ein Basketball. Musik.
„Come on, get'cha get'cha head in the game
We gotta get, get, get, get our head in the game
You gotta get'cha get'cha head in the game
We gotta get, get, get, get our head in the game“

Alle Disneyhelden singen zuerst, ehe sie ein Problem lösen oder eine Herausforderung angehen.
Wir hätten es dem wohl bekanntesten High-School-Basketballer einfach gleichtun sollen:
Eine kleine Pause. Ein kurzer Tanz. Und dann den Fokus voll auf das Spiel legen!
Aber leider befinden wir uns in keinem Disneyfilm und so verloren wir aus vielerei Gründen den Faden und unseren Spielfluss in der Endphase der Partie.
Der SV Preußen Reinfeld konnte sich Tor um Tor herankämpfen (21:16/46. - 21:21/56.). Und wir mussten in der letzten Minute sogar noch um das Unentschieden bangen, als wir vorne den Ball verloren und somit unser Gegner nochmal in Ballbesitz kam. Dies konnten sie allerdings nicht mehr in ein Tor umsetzen. Und somit trennten wir uns mit 22:22.
Und weil es so schön ist, kommt es jetzt noch eine Floskel zum Schluss: Aus Fehlern lernt man.
Und vielleicht gibt es das nächste Mal in einer solchen Situation nicht unbedingt ein HSM-Remake mit Musik und Tanz, aber zumindest werden wir uns an die weisen Worte von Troy Bolton erinnern:
„Get'cha get'cha head in the game.“
Und vielleicht flüstern wir dann leise: „Wildcats, konzentrier' dich auf 's Spiel!“

Für die SG spielten: Jessica Meyns, Julia Fürll, Vanessa Peters, Tamara Michaelis, Louisa Nigbur,
Kim Andersson, Katja Hauschildt, Clementine Stoll, Inke Steffen, Sophia Kohn, Maren Bostel,
Kaya Plöger

 
von: Gunnar Weber

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