Spielberichte Alles rund um die Spiele unserer Mannschaften
  Heimspiel am: SA, 01.12.18 - 15:00
1. Damen 17:17 Bredstedter TSV
(Halbzeitstand: 10:8)
Punkt gewonnen oder verloren?
Am 01.12.2018 begrüßten wir die Mädels vom Bredstedter TSV bei uns zu Hause. An ungewohnter Spielstätte im Durchdeich, zu anderer Spielzeit, Samstag um 15 Uhr statt dem üblichen Sonntag, wurde das Spiel angepfiffen. Doch diese Umstände sollten uns nicht weiter kümmern, mit Selbstvertrauen aus dem letzten Spiel in Reinfeld wollten wir gegen den Tabellenvorletzten zeigen, dass bei uns nichts zu holen ist.
Die Dinge, die wir vergangene Woche gut gemacht haben wie das verbesserte Tempospiel und die aggressivere Abwehr, sollten auch dieses Mal Schlüssel zum Gewinn der zwei Punkte sein.
Wir starteten mit dem ersten Treffer unserer Inke in die Partie, die Bredstedterinnen konnten per Siebenmeter ausgleichen. Viele Ballverluste und technische Fehler auf beiden Seiten ließen ein ausgeglichenes Spiel auf schwachem Niveau entstehen. In die Halbzeit ging es mit einem 10:8 Zwischenstand für uns.
Die Analyse viel knapp aus, der Abwehr war mit nur acht Gegentoren kaum etwas vorzuwerfen. In der zweiten Halbzeit wollten wir im Angriff eine Schippe drauflegen, schneller nach vorne spielen und im Positionsangriff gute Chancen herausspielen und diese konsequent nutzen.
Unser Vorhaben gelang uns zunächst gut. Zwei Treffer in Folge ließen unseren Vorsprung auf vier Treffer anwachsen (12:8, 34.). In Minute 37 waren wir sogar auf fünf Toren davon gezogen (13:8). Doch wir machten weiterhin zu viele Fehler, sodass wir uns nicht entscheidend absetzen konnten. Gegen diese Gegnerinnen schien unsere überschaubare Leistung dennoch auszureichen. Über 14:10 (51.) stand es in der 56. Minute 16:12. Bredstedt nahm seine Auszeit, wir lagen vier Minuten vor Schluss mit vier Toren in Front. Vielleicht waren wir uns schon zu sicher, dass wir bei den wenigen Toren, die im gesamten Spiel gefallen waren, den Vorsprung über die Zeit bekommen würden.
Allerdings nahm Bredstedt die Torhüterin aus dem Kasten und brachte eine weitere Feldspielerin für den Angriff. Überrascht von dem Schachzug agierten wir fortan zwangsweise in Unterzahl. Die Gegnerinnen kamen zu klaren Chancen, die sie auch nutzten.
Vorne wurden zwei unserer Spielerinnen in Manndeckung genommen und wir kamen nur noch zu Würfen aus schlechtem Winkel, die wir nicht im Tor unterbringen konnten.
Bredstedt verkürzte weiter. Zu allem Übel wurde Inke zwei Minuten vor Ende fragwürdiger Weise mit einer Zeitstrafe vom Feld gestellt. Verteidigen mussten wir dann mit fünf Spielerinnen gegen sieben. Die Folge 15 Sekunden vor Schluss gingen die Gegnerinnen aus dem hohen Norden mit 17:16 in Führung. Uns blieben nur noch wenige Sekunden. Wir wurden entscheidend am Torwurf gehindert, sodass uns nur noch ein Freiwurf zu gesprochen wurde und schon das Schlusssignal ertönte.
Die Köpfe gingen schon nach unten, hatten wir gerade doch einen 0:5 Lauf kassiert und waren daran das Spiel aus dem Nichts heraus zu verlieren.
Die letzte Chance war der direkte Freiwurf. Fast an der rechten Außenlinie, mit sehr spitzem Winkel und der Mauer aus Spielerinnen davor, setzte Phia zum Wurf an.
Der Pfiff ertönte, der Ball flog, wurde von einer Hand des Blocks leicht abgefälscht, prallte auf dem Boden auf, ging der Torhüterin durch die Beine und zappelte unverhofft im Netz.
Jubel, Erleichterung und gleichzeitige riesige Enttäuschung vermischten sich. 17:17 lautete der Endstand nach verrückter Schlussphase.

Fazit: Ist das denn nun ein gewonnener oder ein verlorener Punkt? Mit Hinblick auf das Glück beim letzten Wurf könnte man sagen, wir hätten einen Punkt gewonnen. Auf das gesamte Spiel gesehen, das wir fast die ganze Zeit dominierten und die Spielstärke der Gegnerinnen, die bei allem Respekt unter der unseren liegt, muss man jedoch von einem verlorenen Punkt sprechen. Was in den letzten Minuten schief gelaufen ist, darf uns nicht nochmal passieren.

Weiter ärgern wollen wir uns trotzdem nicht, denn wir schauen immer nach vorne!
Nächste Woche steht das letzte Spiel der Hinrunde gegen den TuS Esingen an (Lafu, Sonntag 14 Uhr), bei dem wir unser Punktekonto vor der Winterpause endlich ausgleichen wollen!
Vorher sind wir noch im Hamburger Pokal gefordert, wo es am Dienstag 04.12 um 20.30Uhr in der Scharbeutzer Straße gegen den Ligakonkurrenten AMTV Hamburg heiß her geht.

Wir freuen uns immer über Zuschauer, also kommt vorbei!


Es spielten: Jessica Meyns, Sophia Kohn (beide TW); Julia Fürll, Tamara Michaelis (6/3), Louisa Nigbur, Kim Andersson (3), Sophia Nigbur (2), Inke Steffen (3), Svenja Rüffer, Anna Berlien, Kaya Plöger, Laura Lübcke (3)



Geschrieben von Sophia Nigbur

 
von: Sophia Kohn

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